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Teppiche aus Sisal

Robuste Teppiche aus Sisal

Die strapazierfähigen Teppiche aus Sisal gelten als klassischer, zeitloser Bodenbelag. Das Material lässt sich fest verlegen und wertet auch als Läufer oder Teppich jede Räumlichkeit auf. Das raue Gewebe mit seinem markanten Muster verleiht deinem zu Hause ein ganz besonderes Flair.

Was ist Sisal?

Sisal ist eine Naturfaser, die aus den Blättern verschiedener Agaven gewonnen wird. Meist verwenden die Hersteller die Sisal-Agave. Erst ab dem 19. Jahrhundert stellt man Teppiche und anderer Produkte aus Sisal her. Besonders Seile und Taue bestehen aus der jungen Naturfaser, denn einige Agaven-Arten entwickeln äußerst robustes und deshalb reißfestes Material.

Der stachelige Strauch wächst in den Subtropen Ostafrikas und Südamerikas. Die Pflanze ist genügsam, die Landwirte verzichten auf jegliche Düngung und chemische Schutzmittel. Deshalb wächst Sisal in aller Regel schadstofffrei. Für die Bezeichnung ist übrigens die Hafenstadt gleichen Namens verantwortlich. Sie liegt auf der bekannten Halbinsel Yucatán, und anfänglich begann hier der weltweite Export.

Geeignet für hohe Belastungen

Die Fasern fallen relativ dick und kurz aus, deshalb wird Sisal nicht gesponnen. Vielmehr verarbeiten die Hersteller ganze Bündel des Naturprodukts. Durch den hohen Cellulose-Anteil und andere Stoffe entsteht die etwas harte Oberfläche, für die der Sisal bekannt ist. Allerdings konnten die Produzenten im Lauf der Jahre Verfahren entwickeln, durch die die Produkte feiner und weicher wurden. So lassen sich mittlerweile die Fasern mit Kunststoffen wie Polyester zu einem integrierten Gewebe verbinden.

Jede einzelne Faser hat eine Länge zwischen 60 und 100 Zentimeter. Sie ist glänzend-weiß, auch gelblich oder leicht orangefarben. Die Exporteure ordnen das Material nach Länge, Farbe und Typ in Ballen, und als natürlicher Füllstoff wird der Sisal sogar zu Matratzen verarbeitet. Im Sport findet er bei der Produktion von Dart-Boards Verwendung.

Farben und Muster

Das Material lässt sich gut färben, die Anbieter produzieren auch Grau, Schwarz und andere auffällige Farben. Deshalb sind die aus Sisal hergestellten Produkte nicht nur in natürlichen, sondern auch in aktuellen Trendfarben erhältlich. Sogar Muster sind machbar, Bilder oder Logos.

Vor dem Kauf solltest du auch entscheiden, ob der Sisal-Teppich mit einer Bordüre ausgestattet sein soll oder nicht. Mit einem festen Abschluss fransen die Ränder nicht aus, und der Rand kann zum Teppich farblich kontrastieren oder ein Muster aufweisen.

Was sind die Vorteile von Sisal?

Weil ein Sisalboden etwas grob ausfällt, ist er äußerst strapazierfähig. Man kann ihn mit einem wenig angefeuchteten Tuch leicht reinigen. Auch der Staubsauger befreit den Teppich vom anhaftenden Schmutz. Für Bereiche mit starker Frequentierung, etwa in einem Flur oder in Räumen mit gewerblicher Nutzung, eignet sich das Material hervorragend. Außerdem sorgt Sisal aufgrund seiner Festigkeit für eine ausgezeichnete Schalldämmung.


Teppich Sisal Bordüre


Was macht Teppiche aus Sisal besonders?

Eine besondere Eigenschaft der Naturfasern ist der ständige Ausgleich von Luftfeuchtigkeit. Außerdem befinden sich im Gewebe Luftkammern, die die Wärme aufnehmen und speichern. Ein kalter Boden wirkt deshalb wärmer, was in Kinderzimmern vorteilhaft ist, weil die Kleinen gerne auf dem Bodenbelag spielen. Wer des öfteren barfuß geht, profitiert insofern von den harten Fasern, weil sie für einen gewissen Massageeffekt sorgen. Außerdem sind Teppiche aus Sisal ein reines Naturprodukt. Deshalb sind sie eine gute Alternative für jeden Allergiker.

Auch in der Arbeitswelt verfügt ein Sisalteppich über besondere Eigenschaften. Denn er ist antistatisch, was ihn zum idealen Bodenbelag in EDV-Bereichen und im Home Office macht. Allerdings mögen die Fasern keine Rollen, mit denen Bürostühle meist ausgestattet sind. Deshalb solltest du für einen angemessenen Schutz durch eine Bürostuhlunterlage sorgen.


Für welche Räume eignet sich ein Teppich aus Sisal?

Sisal-Teppiche werten jede Umgebung auf. Durch ihre zahlreichen Vorteile finden sie weite Verbreitung. In folgenden Räumen bewähren sie sich besonders:

 

  • Im Bad und in der Küche
  • Im Schlaf-, Ess- und im Wohnzimmer, in der Diele oder im Flur
  • Im Jugendzimmer
  • Auf Terrasse und Balkon
  • In Räumen mit hohen Belastungen für den Bodenbelag, also in Geschäften oder Büros

Nachhaltigkeit: Teppiche aus Sisal sind Naturprodukte

Teppiche aus Sisal gelten als besonders nachhaltig. Allerdings sollte man auf die Herkunft der Produkte achten. Zwar ist Brasilien der größte Produzent der Naturfaser, aber das Material muss sehr weite Strecken zurücklegen, bevor es hier zum Kauf angeboten wird. Als alternative Herkunftsländer konnten sich Portugal und Spanien etablieren, auch hier kultivieren die Landwirte die Agave großflächig und produzieren Sisal. Wer auf Nachhaltigkeit Wert legt, sollte darauf achten, dass die verarbeiteten Fasern aus Europa stammen. Dann entfallen die unnötig weiten Transportwege, was die CO2-Belastung reduziert.

Durch ihre feste Struktur ist die Faser für feinere Textilien nicht geeignet. Einige Anbieter behandeln sie deshalb mit chemischen Mitteln, so wird sie flexibel und man kann sie spinnen. Fühlt sich ein Produkt also weich an, ist es feinmaschig, dann kannst du davon ausgehen, dass die Naturfaser stark mit Chemikalien behandelt wurde. Inzwischen verwenden einige Hersteller Sisal auch für die Stabilisierung von Kunststofffasern. Der Hersteller muss jedoch immer deklarieren, dass und welche Fasern er gemischt hat.

Das natürliche Sisal erkennt man aber immer an der steifen, groben und sehr robusten Textur. Das Material ist langlebig und widerstandsfähig. Kommt es Schaden, dann nur weil es doch mit den Jahren brüchig werden kann. Einige Händler bieten ihren Kunden ausschließlich schadstoffgeprüfte Produkte an. Mit einem entsprechenden Zertifikat kannst du eine chemische Belastung vollkommen ausschließen. Das reine Naturprodukt Sisal ist komplett recyclebar.

Sisalteppiche reinigen

Groben Schmutz entfernst du am besten mit einem leistungsstarken Sauger oder dem Saugroboter. Der Bürstenaufsatz eignet sich besonders, wenn aus Zwischenräumen Krümel entfernt werden müssen.

Weil Sisal eine Naturfaser ist, darf sie nicht nass werden. Anderenfalls kann sie sich dehnen oder die aufgebrachte Färbung verwäscht sich. Weitere mögliche Folgen einer unbeabsichtigten Durchfeuchtung sind Wasserflecken oder Wellenbildung. Die Unverträglichkeit mit Wasser bedeutet auch, dass du auf die Handwäsche oder die Säuberung in der Maschine verzichten solltest.

Flecken und Wellen behandeln

Flecken lassen sich nicht immer vermeiden, und du entfernst das Malheur wie folgt: Versuche zunächst, grobe Stücke mechanisch zu lösen, etwa mit deinem Fingernagel. Oder auch mit einem Gegenstand, der stumpf und ungefährlich ist, zum Beispiel einem Löffel. Aber Eile ist geboten, du solltest schnell reagieren, also sofort ein Tuch aus saugfähigem Material aufdrücken und wirken lassen. Im Fachhandel erhältst du außerdem spezielle Reiniger für Sisal.

Wenn sich trotz aller Vorsicht Wellen im Sisal-Gewebe gebildet haben, hilft heißes Wasser aus der hitzebeständigen Sprühflasche. Die Feuchtigkeit schön gleichmäßig auf dem Teppich verteilen und per Hand die Wellen ausstreichen. Zusätzlich kannst du die behandelten Stellen noch beschweren, bis der Teppich durchtrocknen konnte.